Asien-halt

Was macht man, wenn man gerne Korea UND Malaysia sehen möchte? Am liebsten auch Bali? Man fliegt nach Asien – schon wieder. Kann ja alles nicht so weit auseinander liegen

Hells Angels Bali

Jupp, nachdem wir alle Klassen mit dem guten alten Proton in Malaysia gemeistert haben, hieß es, nen Gang höher zu schalten. Scooter auf Bali.

Weg mit dem doppelten Boden und der Sicherheit des Protons und rauf auf die Höllenmaschine. „Ähm, Versicherung?“ „No, keine Versicherung – nur Scooter“

Richtig so, weg mit dem bürokratischen Papierkram und rein ins Getümmel. Auf dem Helm stand groß „Hells Angels Bali“ und wofür man in Deutschland wohl spätestens nach einer Runde auf dem Kiez mit dem Aufkleber auf die Fresse kriegt, war hier klar wer am Ende der Nahrungskette stand. Ganz klar die Anderen. Wir sind zwar mit 100 raus aus der Siedlung, aber das lag nur daran, dass der Tacho erst bei 80 startete. Die Vorderbremse ging auch nicht mehr so gut, aber das ist das Problem von Zukunfts-Christoph. Dafür kostet der Bock nur 3 Eur am Tag. Schnapper.

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Zwei Trottel aufm Roller

Der wilde Fahrstil forderte natürlich seinen Tribut und die Kiste war nach 100 Metern leer. Also war auch die Tanknadel kaputt. Zum Glück steht an jeder Ecke eine alte Dame mit Absolut-Wodka Flaschen im Arm und verkauft Benzin. „Einmal V-Power bitte – keine Payback oder Aral-Club-Smart Karte“. Sie zeigt ne 2 und kippt mit nem alten Trichter zwei Flaschen Absolut in die Kiste. Wird schon.

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Das Problem hier sind aber leider die Straßen. Beide Richtungen teilen sich eine Spur und ab dann wird gekämpft. Harry Dygers Fahrschule hat mich aber für alle Eventualitäten gewappnet. Licht an (nur Fernlicht geht), Blinker getestet (nur einer geht), und rein in den Verkehr. Es sollten die längsten 20 Kilometer meines Lebens folgen. Nach 2 Stunden waren wir zurück auf dem Hof. War ich in Malaysia noch sicher, meinen ersten Verkehrstoten zu verschulden, so war ich hier sicher, generell meinen ersten Tod zu erleben.

Für längere Strecken musste also ein Taxi her. Taxi ist wohl mit Abstand das häufigste Wort, was wir gehört haben. Taxi? Taxi? Taxi? Man kann abends durch die Stadt schlendern und hört es wohl 1.000 mal. Locker. Wir stehen vor einem Restaurant und studieren die Speisekarte: Taxi? Ja, wir wollten eigentlich was essen aber Taxi klingt noch besser, fahr uns doch irgendwohin. Einmal saß ich sogar auf dem Scooter und hab vor einem Supermarkt auf Nadi gewartet. Taxi? Ich weiß nicht mal ob alle wissen, was es heisst.

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Blick aus Taxi?

Steigt man allerdings in so ein Taxi, geht alles ganz schnell. Der Fahrer sagt einen Preis, man zieht 80% ab und einigt sich dann auf 79% des Preises. Man kann auch das Taximeter laufen lassen, aber dann kommt man kaum voran. Auf einmal ist der Fahrer äußerst rücksichtsvoll im Verkehr, wartet, gewährt Vorfahrt und zuckelt nur vor sich hin. Die Uhr läuft. Bei einem Festpreis fallen aber alle Schranken.

Unser Fahrer von Ubud nach Uluwatu (ich nenne ihn mal Time-Bandit) wollte Google Maps allerdings Lügen strafen. Laut Google und aktuellem Verkehr waren es 1 Stunde 40 Minuten. Er wollte max. 75 Minuten brauchen. Was folgte war eine Höllenfahrt mit lautem Eurodance im Gegenverkehr, bei dem er durch Schulklassen auf der Straße, Kühe, rote Ampeln und Bürgersteige fegte. Das Schlimme ist, so fahren alle. Ich habe ihm scherzhaft gesagt „In Deutschland wärst du innerhalb von 2 Stunden tot“ – er grinst „Ich schaffs in 75 Minuten“.

Hier noch ein paar Impressionen (im Moment nur Handy-Fotos).

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Unsere Außendusche sieht wie ein Opferstein aus

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Unser gesamtes Bad war eher luftig

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Jeden Abend Kitsch hier

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Spinne - es folgte die gleiche Geschichte wie in Kambodscha. Danach verließen wir das Hotel

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Wie im Auenland - Teeplantagen

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Googelt das einfach

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Letzter Abend auf Bali

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Unser Dschungelhaus auf Langkawi

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Von Seoul nach ganz woanders

„Herr Schliecker, was sind Ihre Schwächen?“
„Ungeduld. Nächste Frage“

Ich wollte ja an meinem Zeitmanagement im Urlaub arbeiten – und wurde auf eine harte Probe gestellt. Für unseren Flug nach Kuala Lumpur konnte ich wegen technischer Probleme auf der mobilen Seite von Malaysia Airlines am Vortag des Flugs nicht einchecken. Also probierte ich es über einen Desktop Computer. Auch kein Erfolg. Also lud ich mir die App runter. Immerhin bis zur Passnummer Eingabe…aber wo kriege ich jetzt die Passnummer von Nadi her? Meine kenne ich für genau solche Fälle auswendig. Und wenn bloß nicht immer das WLAN im Stadtrundfahrt Bus ausfallen würde. „Können wir das nicht heute abend machen und uns weiter die Stadt anschauen?“ fragte es neben mir. „Und irgendwo im Flieger sitzen, weil alles dann weg ist? Also ehrlich“

Es nutzte nichts. Ich habs ja versprochen daran zu arbeiten. Als aber auch am Abend der Check-in nicht ging, wurde ich nervös. „Am Besten sind wir morgen kurz vor Sonnenaufgang da – ist ja auch immer viel Stau hier in Seoul.“

Die Straße sah am nächsten Morgen ein wenig wie im Western aus, wenn das Steppengras durch die staubigen Gassen rollt. Es war Feiertag in Seoul. Kindertag oder Zootag. Irgendwas mit Kindern halt, aber die Straßen waren verwaist und wir brauchten nur knapp 40 Minuten zum Flughafen. „Siehste,  ging doch schnell“ rief Nadi noch, aber ich lief schon Richtung Flughafen Halle. Die Schalternummer von Malaysia Airlines hatte ich schon gegoogelt. Wenigstens im Shuttle-Bus ging das WLAN.

30 Minuten in der Schlange später, waren wir dran. „Tut mir leid, aber es gibt nur noch Mittelplätze. Alles überbucht“ war die knappe Antwort. Mittelplätze. Mitten in der Mitte. Mein Lachen gefror und ich musste mein Missfallen dringend an jemanden auslassen. Nadis hochgezogene Braue war mir aber Warnung genug, es nicht mit ihr zu probieren.

6,5 Stunden später (plus 45 Minuten wie Ziegen eingefercht auf dem Rollfeld in Seoul) setzten wir zur Landung in Kuala Lumpur an. Hmmh, nur 26 Grad Außentemperatur laut Anzeige – sommerlich! Allerdings waren auch noch 20 Minuten Flugzeit und draußen noch Wolken zu sehen. Zumindest glaube ich das, von meinem Platz kann ich es jedensfalls nicht sehen… Als der Flieger sicher am Gate parkte, zeigte der Tacho schon 37 Grad – zusammen mit einer Luftfeuchtigkeit von 90% machte es nur laut PUFF als die Tür sich öffnete und meine Harre sprangen in ihre Naturkrause. In der Tat sommerlich.

Ab hier greifte dann unsere ausführliche Planung. Mietwagen? Bestellt. Datenkarte für unser mobiles WLAN? Gekauft, einsatzbereit und funktioniert! Wir sind also online mit ausreichend Datenvolumen, haben über das Handy ein Navi und müssten jetzt nur noch Europcar finden.

30 Minuten später hat uns eine Putzfrau irgendwo in den Katakomben des Flughafens verirrt aufgelesen und uns mit einem zahnlosen Lächeln in Richtung Mietwagen geführt. Wir haben sie nicht verstanden, sie uns nicht.  Aber irgendwie hat es geklappt und wir konnten endlich unseren Wagen abholen. Den Proton 1.6. Die Sperrspitze malaysischer Ingenieurskunst.

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Unsere Präzisionslenkwaffe. Außen... naja drinnen pfui

Unser hat seine besten Jahre aber schon hinter sich. Kennt ihr den Film „The Green Mile“? Wo der Aufseher im Todestrakt eines Gefängnisses jedes Mal „Ich bringe einen Toten“ schreit, wenn er ein neuen Gefangener bringt? So fühle ich mich, wenn ich den Proton in ein Parkhaus fahre. Das Fenster knarrt als wolle es rausspringen, der Zigarettenanzünder hat nicht mehr genug Power um ejn Handy zu laden und in Kurven scharbt irgendwas. Aber nur rechts.

Ansonsten ist Autofahren in Kuala Lumpur das letzte große Abenteuer. Linksverkehr. Eine Milliarden Rollerfahrer, eine weitere Milliarden Taxen und Autofahrer, keine Verkehrsregeln (inkl. Ampeln), eine Beifahrerin mit notorischer Links-Rechts Schwäche, eben der genannte Proton 1.6 und natürlich ein Tropensturm, der mit einer Heftigkeit an Blitzen und Regen gegen das Auto peitscht, dass ich völlig fertig auf den Parkplatz des Hotels in der Innenstadt rolle. „Was für eine Anreise“ will ich rufen, aber diesmal rennt Nadi schon Richtung Restaurant.

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Auf Los gehts los, die wilde Straßenrally

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PS: Größe 37,5 aufgetrieben! Geht doch

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Eine normale Bahnstation in Seoul

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Die berühmten Schwedinnen Agnetha und Anni-Fried

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Unsere Wohnung in Seoul

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Unser Hotel in Kuala Lumpur

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Seoul Food

Essen. Wie bekannt, immer ein großes Thema bei „uns“. Am liebsten machen wir Food Touren, bei denen uns Einheimische durch die landestypische Küche führen. Wie damals in Vietnam, als wir irgendwo in einem Hinterhof in Hanoi auf Plastikstühlen, Raclette gegessen haben oder live bei einer Schlachtung in Kambodscha am Bürgersteig dabei waren. In Seoul waren uns die Touren etwas zu teuer und wir dachten uns, dass wir uns einfach auf unsere Nasen verlassen. Leider sehen die meisten Gerichte aber aus, als wären da unsere Nasen schon drin und lesen können wir ebenfalls fast nichts, da unser koreanisch auch nach zwei Tagen noch etwas gebrochen ist.

Also fragen wir Google. „Googlesuche koreanisches Barbeque“ – „Hallo, es wurden 4.529 Einträge gefunden“.

Ok. „Googlesuche koreanisches Barbeque im Umkreis von 100m“ – „Hallo, es wurden 1.347 Einträge gefunden“

So kommen wir nicht weiter. Aber es stimmt. An jeder Ecke gibts hier jemanden der Fleisch grillt oder mit Fleisch wirbt. Selbst auf Noahs Arche muss es weniger Sorten verschiedene Tiere gegeben haben als hier. Wir gehen also in ein Lokal, auf dem die Schauspieler von Marvels Avenger abgebildet sind – zumindest der Hulk. Was für Hollywood gut genug ist, wird auch uns genügen.

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Gestatten, Hulk

Bis hierhin kein Problem. Dass Nadi Vegetarier ist, stößt im Restaurant allerdings auf völliges Unverständnis. „No! Meat!“ sagt die Kellnerin immer und zeigt auf die farbenfrohe Fleischkarte. Nadi wollte allerdings nur die Beilagen, also Gemüse, Nudeln, Suppe etc. Diese dürfen wir uns aber nur bestellen, wenn es vorher Fleisch gegeben hat. Man muss sich das Gemüse praktisch verdienen. Nette Idee.

Wir bestellen also 2x Fleisch und eben die Beilagen. Die Kellnerin ist glücklich, Nadi ist glücklich und ich krieg 2x Fleisch. Win Win Win wie man so schön sagt.

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Was folgt, ist die große Show, in der die Kellnerin stilecht das Fleisch grillt/frittiert und dabei immer weiter mit ner Haushaltsschere (rechts im Bild) zerlegt.
Dazu gibt es Beilagen, die den Genuss des Grillguts unterstreichen – dabei aber nie in den Vordergrund treten. Zu deutsch: Es gibt zu wenig. Das merkt auch meine Nachbarin schnell und alle Alarmlampen schalten auf rot. Schnell also Nudeln nachbestellen, bevor die Stimmung kippt und der echte Hulk die Bühne betritt.

Man ordert also Nudeln, die typisch koreanisch, in Crash-Eis schwimmend serviert werden.

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Kalt, kälter, Nudeln

Eiszeit war jetzt auch bei Nadi. Besser also wir gehen, damit man sich noch schnell beim Bäcker ein Brötchen holen kann…. zum Glück ist der Bäcker deutsch.

Neuer Tag,  neues Glück. Beziehungsweise Recherche, denn dem Glück wird nicht mehr getraut. Bevor hier Nahrung und Gelbeträge wieder den Besitzer wechseln, wird alles auf Herz und Nieren geprüft. Oder gegen Herz und Nieren? Zumindest dauert es ewig bis wir was finden und in derzeit hätte ich noch locker ein paar Schuhläden abklappern können. Irgendeiner muss hier doch Schuhe für den normalen, mitteleuropäischen Fuß anbieten. Anderes Thema, was noch nicht zu Ende ist.

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Und tatsächlich wurden wir heute mit gutem, koreanischen Essen belohnt. Einzige Ausnahme, unser Eis zum Kaffee. Dies war ein Vanilleeis, welches mit gebackenen roten Bohnen auf Crash-Eis serviert wurde. Crash-Eis scheint hier ein Thema zu sein. Kein Thema allerdings, es nichf zu essen. Der Caffeebesitzer war so stolz auf seine Kreation (sein Monster), dass es einfach unangenehm gewesen wäre, es nicht zu verschmähen.

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Rote Bohnen, Eis und Vanille

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Essen die Erste

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Essen die Zweite

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Essen, die ???

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Herje

Bon Appetit

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Auf leisen Sohlen in Seoul

Hey Nadia, was habt ihr an eurem 2. Tag in Seoul gemacht?

Schuhe gesucht. Mein Mann hatte die glorreiche Idee, seine ältesten Schuhe mitzunehmen, die er finden konnte, weil man sich ja in Seoul gleich neue kaufen und die alten in Müll werfen kann und dann nicht so viel schleppen muss..

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Alte Treter ohne Sohle und mit Löchern oben und unten

Also auf in die Shops mit den tollen Tretern.. 1. Ernüchterung: das ist aber teuer.. aber nützt ja nix, es müssen neue her, denn die alten tragen nicht nur den Sand der Baustelle mit sich rum und schmirgeln genüsslich am Fuß sondern sind zum Laufen auch gar nicht gut für schon 2 gebrochene Füße, einen verkürzten kleinen Zeh, gekrümmt Zehen und weiß der Geier.. 2. Ernüchterung, die uns gleich im ersten Shop stutzig werden lassen sollte: es gibt in Seoul keine Größe 45, weil die Menschen hier gar nicht groß genug sind..

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Endloses Wandern durch die Gänge

Zu der Erkenntnis kamen wir nach 10 Shops, 4 Einkaufsmalls und unzähligem Probieren von 43ern oder 44.5 Sneakern..4 stunden später..

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Am Ende gab es Einlegesohlen für die Gammeltreter.. die so dick sind das sie weh tun. Da muss er jetzt durch.. ich hab Pflaster.. Neuer Versuch: Malaysia

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Ach ja, es hat heute in Strömen geregnet.. nasse Socken die in zu engen Schuhen reiben inkl. Ohlendorfer Sand? Schlechte Kombi..“

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You’re my heart, you’re my Seoul

822 Tage nach dem letzten Eintrag hier, ist es endlich wieder soweit. Wir sitzen im Flieger und starten in Richtung Asien zu unserem Jahresurlaub. Wohin ist zum Teil noch offen aber das wird sich schon ergeben. Bereits am Flughafen in Frankfurt, den wir nur mit Mühe und einer Stunde Verspätung erreicht haben, drängen sich längst vergessene Bilder wieder auf. Überall kleine Menschen mit schwarzen Haaren, die wie Perlen aufgereiht in einer Schlange am Gate stehen und schnattern. Sehr sittsam.

Nadi und ich haben im übrigen, jeder eigene Ziele im Urlaub ausgerufen. Ich versuche nichts liegen zu lassen und mich ein wenig zu entspannen, wenn es um Zeitmanagement geht. Nadi versucht länger als einen Tag am gleichen Ort auszuhalten und sich wiederum ein wenig zu entspannen, was die regelmäßigen Mahlzeiten angeht. Beides klappt bisher mit mäßigen Erfolg. Zum einen mussten wir noch einmal komplett zurück durch die Sicherheitskontrollen, da jemand Hunger verspürte und die Stunde bis zum Flug nicht mehr warten konnte – zum anderen rannten wir bereits in nackter Panik durch den Flughafen in Frankfurt. Da ich nicht wusste wo das Gate ist (Vielleicht in einem anderen Terminal?  Vielleicht müssen wir am Ende noch ganz wo anders hin?), hab ich alle guten Vorsätze über Board geworfen und Nadi im gestreckten Schweinsgalopp durch den Flughafen gescheucht. Vollkommen verschwitzt und außer Atem haben wir es aber doch noch geschafft. Die kommenden 30 Minuten bis zum Boarden war ich dann auch ganz locker….

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Asiaten wohin das Auge reicht

Der Flug war eine emotionale Achterbahnfahrt. Nicht weil der Flieger ein interkultureller Schmelztiegel war, zwei Stockwerke hoch oder die Sitze unbequem – nein, der Grund war, dass es keinen USB Strom gab und mich somit 90% meiner Unterhaltungselektronik vermutlich bereits über Moskau hängen lässt und dann 9 Stunden zehrende Langweile mich quälen. Vorbei die Zeiten, als es einen 5 Zoll großen Fernseher irgendwo im Flieger gab und alle sich mit ein und dem selben Film begnügen mussten. Heute beschwert man sich, wenn das WLAN im Flieger ausfällt und man 95 der 110 Filme aus der Mediathek schon kennt und obendrein noch keine Steckdose da ist.

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Der Sitzplatz-Basar ist eröffnet

Die andere Gefahr liegt in den komfortablen Sitzen inklusive eigenem Gepäckfach. Das geräumige Fach lädt zum Verstecken ein und ich habe mir schon einen geeigneten Ort für die Pässe und anderen Kleinkram gesucht. Da ich auf der letzten Reise jegliche Rechte zum Verwalten von Dokumenten oder anderen notwendigen Dingen verloren habe, muss mein Fach aber leer bleiben und ich darf nur Wasser und Zeitungen drin lagern, was natürlich kontrolliert wird.

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Ich darf nicht genutzt werden

Unser letztes Husarenstück im Flieger war die Wahl des Essens. Bereits vor der Reise haben wir umsichtigerweise ein vegetarisches Essen gewählt, um der hauseigenen Gulaschkanone von Lufthansa ein Schnippchen zu schlagen. Scheinbar haben wir aber irgendwo „Hindu“ angekreuzt, da dieser Aufkleber großflächig auf den Tabletts stand, die uns die Stewardess brachte. Schwer zu sagen (oder schmecken) was es war. Ich glaube, ich habe Dessert und Hauptgang zusammen gelöffelt und alles abschließend mit ner Portion Mut und Fenchelkörnern runtergespült. Soweit ok und ich habe geistig jubiliert – bis es zum Frühstück wieder Hindu gab. Für uns also überbackenen Schafskäse mit Fladenbrot um 8 Uhr morgens, während alle anderen Brötchen bekamen. Das gibt Energie für den Tag.

Apropos Energie. Ich bin übrigens nach einem etwas zu gut gemeinten Gin-Tonic, bereits in Stunde 2 in eine tiefe Bewusstlosigkeit geglitten und dann erst vor Seoul wieder aufgewacht (zum Gewinner-Frühstück). Meine Stromsorge war also unbegründet – auch weil die USB Steckdose in der Armlehne war …

Jetzt sitzen wir im Bus zum Appartment, haben freies WLAN und die Sonne lacht bei 25Grad.

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