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Auf leisen Sohlen in Seoul

Hey Nadia, was habt ihr an eurem 2. Tag in Seoul gemacht?

Schuhe gesucht. Mein Mann hatte die glorreiche Idee, seine ältesten Schuhe mitzunehmen, die er finden konnte, weil man sich ja in Seoul gleich neue kaufen und die alten in Müll werfen kann und dann nicht so viel schleppen muss..

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Alte Treter ohne Sohle und mit Löchern oben und unten

Also auf in die Shops mit den tollen Tretern.. 1. Ernüchterung: das ist aber teuer.. aber nützt ja nix, es müssen neue her, denn die alten tragen nicht nur den Sand der Baustelle mit sich rum und schmirgeln genüsslich am Fuß sondern sind zum Laufen auch gar nicht gut für schon 2 gebrochene Füße, einen verkürzten kleinen Zeh, gekrümmt Zehen und weiß der Geier.. 2. Ernüchterung, die uns gleich im ersten Shop stutzig werden lassen sollte: es gibt in Seoul keine Größe 45, weil die Menschen hier gar nicht groß genug sind..

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Endloses Wandern durch die Gänge

Zu der Erkenntnis kamen wir nach 10 Shops, 4 Einkaufsmalls und unzähligem Probieren von 43ern oder 44.5 Sneakern..4 stunden später..

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Am Ende gab es Einlegesohlen für die Gammeltreter.. die so dick sind das sie weh tun. Da muss er jetzt durch.. ich hab Pflaster.. Neuer Versuch: Malaysia

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Ach ja, es hat heute in Strömen geregnet.. nasse Socken die in zu engen Schuhen reiben inkl. Ohlendorfer Sand? Schlechte Kombi..“

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On the road again…

Endlich wieder Diesel atmen. Gestern haben wir den Boliden abgeholt, heute stechen wir in See. 300.000 Kilometer Erfahrung auf dem Buckel, Handschaltung und Deutschlandflagge aufm Kühler, alles dabei.

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Die weiße Schönheit - dazu noch Nadi und der Camper

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Happy Birthday toooo meeeee…

…juhu, ich bin mit 12stündigem Anlauf in die 30 geschliddert und ich muss sagen: Gefällt mir!! Tatsächlich werde ich heute wirklich gerne 30, hätte ich vor der Reise nicht gedacht. Und das auch noch 36 Stunden lang, da mein Geburtstag in Neuseeland jetzt ja schon langsam vorbei ist und bei Euch gerade erst beginnt..

Ich hatte bisher einen feinen Tag mit ganz, ganz tollen Geschenken. An alle, die bisher durch Videos, SMS, Anrufe etc. an mich gedacht haben oder noch denken, vielen Dank!! Ich freu mich so sehr, dass ich heute den ersten Tag Heimweh hab auf der Reise. Um das jetzt schnell zu zerstreuen, gehen Chrischi und ich Essen.

Viele liebe Grüße aus Christchurch,
Nadi

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Fotos, Fotos, Fotos 2

Nachdem Nadi schon ein paar öde Mädchen Fotos gepostet hat, kommen hier jetzt die coolen Männer Fotos.

Wir haben uns ein bisschen dem Schicksal ergeben, von Sonne, Sommer und Strand Abschied genommen und sind ins wilde Outdoor Leben eingetaucht.

Rafting:

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Hier erfährt Nadi wo wir beim Rafting überall runterfahren ...

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... und hier fährt Nadi überall runter.

Höhle:
In Whangarei haben wir Freunde aus Hamburg besucht, die jetzt dort leben und uns mit tollen Tipps aus der Umgebung versorgt haben. Ein Tip war zum Beispiel die Glühwürmchen-Höhle. Diese Höhle führt tief in den Berg, ist sehr schmal, rabenschwarz, nicht besonders zugänglich und man muss durch hüfthohes, scheiß-kaltes Wasser waten. In der Mitte der Höhle, mussten wir Nadi leider zurück lassen, da es etwas zu bunt wurde und das Wasser immer weiter stieg. Mit Stirn-Lampe ausgestattet, sind Jan und ich immer tiefer in den Berg gekrabbelt und haben dabei meine Kamera plus Stativ mitgeschleppt, um dieses sagenhafte Foto zu schießen:

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Belichtungszeit, 30 Sekunden...

Wie man deutlich auf dem Foto sehen kann, ist es eine Höhle voll mit Glühwürmchen, die wie ein riesen Sternenhimmel leuchten. Absolut krass. Offensichtlich bin ich aber ein Scheiß-Fotograf, daher ein Foto von Google anbei:

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Rodeo:
Um den Tag männlich abzuschließen, waren wir beim Rodeo. Als Kind musste ich immer zu diesen sagenhaft langweiligen Pferdeveranstaltungen, wo Schwester und Mutter irgendwelche Spiele mit Pferden gemacht haben, an dessen Ende es dann bunte Schleifchen gab. Natürlich für alle, nicht nur für die Gewinner. Beim Rodeo wurden andere Seiten aufgezogen. Es gab Bullen und Pferde-Rodeo bis einer weint, Kälber wurden mit dem Lasso gefangen und gefesselt, Rinder vom Pferd angesprungen, festgehalten und dann nur mit purer Manneskraft auf den Boden gerungen. Testosteron also wohin das Auge reicht! Dazu kühles Bier und ehrlichen Staub, was für ein schöner Tag. Danke an Katha, Björn und Jan!

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Er sollte wenig später fürchterlich stürzen, weil keiner das wilde Pferd einfangen konnte, auch wenn die Sirene schon das Ende markiert hat.

Sonstiges:
Irgendwas ist hier los. In Asien habe ich mir ständig die Rübe gestoßen, hier lauf ich überall mit den Füßen gegen. Erst habe ich mir beim Surfen das Knie angeschlagen, dann bin ich so stark gegen einen Stein geschlagen, dass mein Zeh aufgeplatzt ist und jetzt bin ich gegen eine Parkbank genagelt und hab mir dabei das Schienbein aufgeschlitzt… die Karma-Rallye kann ich wohl bald vergessen.

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Scheiß Stein

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Scheiß Parkbank

Wenigstens bin ich nicht der Einzige. In einem Laden ist kurz vor uns eine Frau derartig stark gegen die Tür geknallt, dass ihre Nase nen dicken Abdruck auf dem Glas hinterlassen hat. Ihre Augen füllten sich mit Tränen und sie suchte vor Scham schnell das Weite. Gott sei Dank, denn wer Nadi kennt, weiß wie sie auf solche Dinge reagiert…..

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Minutenlanger Lach-Flash

PS:

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Super!

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Fotos, Fotos, Fotos

Es wurden mehr Fotos verlangt, hier kommen sie. Kurzes Update Karma-Rennen: Chrischi hat sich den Zeh blutig geschlagen = 8:2!

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Von Gelb zu Pink = 10 km abwärts, war anstrengender als hoch

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Auf dem Vulkan

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Die Erde kocht

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Liebes Australien,…

…ich mag dich. Du bist hübsch und freundlich und machst es einem in vielen Angelegenheiten des Reisens sehr einfach. Zum Leben ist es bei dir sicherlich auch ganz fein – zwar nicht für mich, denn ich mag Dunkelheit und Regen, sprich Jahreszeiten. Mag meine Haut auch viel lieber. Die hat nämlich gar nicht gut auf dich, dein Klima und dein Wasser reagiert und mir gleich einen Ausschlag verpasst, der sich trotz Antibiotika weiter ausbreitet. Aber gut, wer ahnt denn, dass das Salzwasser hier zu warm zum Heilen ist und sich darin dann erst recht allerlei Bakterien sammeln.

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Blue Mountains

Ansonsten hab ich eine Menge von dir gelernt:

– Deine Trink- und Kneipenkultur hast du von den Briten, dein Essverhalten von den Amerikanern. Dafür gibt es in den Supermärkten mehr Auswahl für Vegetarier und Menschen, die Haferschleim mögen.

– Wlan/Internet scheint bei dir noch kein großes Thema zu sein, wenn du so viel Geld dafür verlangst, am liebsten 10 Minuten-Einheiten vergibst oder gleich überrascht antwortest „Sowas haben wir nicht“. Kein Ding, „SOWAS“ stürzt ja auch nur ganze Regierungen und ordnet Gesellschaften neu. Wenn du hier nicht aufpasst, überrennen dich die Asiaten (und nicht nur als Touristen) – die Gesellschaften mit dem freien Internet von heute sind die Wirtschafts-Gewinner von morgen. Sagt Nadi!

– Dein Sydney an Silvester ist so sagenhaft großartig, auch wenn nur 10 Minuten lang, aber in jedem Fall das absolute Highlight der Reise!

– Ich durfte 4 Wochen in deinem Land verbringen, ohne dass mir ein Hai, Quallen oder riesige Huntsman- Spinnen über den Weg gelaufen sind. Da war Asien viel schlimmer. Danke dafür.

– Links Auto fahren kannste behalten. Ist für mich ganz angenehm. Das kann ich nämlich nicht – denkt Chrischi jedenfalls. Musste allerdings erst sehr dicht an einen Trecker heranfahren (an der Beifahrerseite), um Chrischis Erinnerung an einen aufgeschlitzten Ford Ka in Schottland wieder aufzufrischen, um es mir so für die nächsten 4 Wochen auf dem Beifahrersitz gemütlich machen zu können.

– Für den Geiz meines Mannes warst du jeden Tag eine große Herausforderung. Auf Touren musste ich mich permanent betrinken, um die in den teuren Preis inbegriffenen Getränke wieder rauszuholen. Im Koala Hospital habe ich ungläubige Blicke geerntet, als ich 10 (!) Dollar in den Spendentopf getan hab; am liebsten wollte er sie mir aus der Hand schlagen. Und wehe, es wurde der Toast nicht aufgegessen. Eher wird er schimmelig gegessen, als dass man den einen Dollar verliert. Aus dem teuren Einkauf an Weihnachten von 200 Dollar haben wir „13 Mahlzeiten rausgeholt, morgens, mittags, abends, was nur 7$ pro Mahlzeit, pro Person macht“ (O-Ton Chrischi). Geiz- Freak! Zum Glück hat er mich dabei, die schon längst die Kreditkarte durchgezogen hat, während er noch wild den Benefit  durch Tagessatz rechnet.

– Wenn man nicht in einem Zelt oder im Auto pennt, ist man im Lieblingsland deutscher Abiturientinnen eher der Außenseiter. Ungläubig wurden wir gefragt, wenn wir denn nicht zelten, in welchen Mehrbettzimmer-Hostel wir denn schlafen. Hier bedurfte es wieder des Hinweises, dass wir 30 sind – mittlerweile oft und mit stolz gesagt – um zu vermitteln, dass wir zu alt für derlei Unsinn sind. Fakt ist, Chrischi mag es gern schön/sauber/gemütlich und hasst Mehrbettzimmer und Campen und ich muss nachts auf Toilette (ja, immer!). Konnte ihn trotzdem überzeugen, in Neuseeland einen Camper (mit Toilette) für die Südinsel zu mieten. Bin gespannt!

Das war es erst mal liebes Australien… Aber wir sehen uns wieder, ganz bestimmt.

P.S: Karma-Rennen. Auch wenn Chrischi mir für jeden Arm jeweils einen Punkt geben will, kann ich gar nicht mehr aufholen, da er sein Handtuch verloren hat und es somit 7:1 (bzw. 7:2) steht. Ha!

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Komisches Tier

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2014 – wir sind schon da

Chrischi hat mir vorgestern mein erstes Geburtstagsgeschenk gemacht: Karten für Silvester in Sydney im Royal Botanic Garden mit Blick auf die Oper und die Harbour Bridge inkl. Picknick („Lawn with a view“). Ich hatte ja eigentlich gedacht, dass wir uns morgens früh auf den Weg machen müssen, um uns 12 Stunden auf einen der frei zugänglichen Aussichtspunkte zu stellen, um so den besten Platz zu ergattern. Als ich dann Sonntag schon voll in meiner Recherche nach den richtigen Plätzen vertieft war und Chrischi gerade nötigen wollte, diese mit mir abzufahren, hat er mich zum Glück bei einem der Aussichtspunkte bei Wein, Oliven und Brot erlöst und mir die Karten geschenkt!!

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Hier hab ich mein Geschenk bekommen

Und jetzt ist es schon wieder vorbei, aber: Wie wir soeben 2014 eingeläutet haben, scheint es ein absolut formidables Jahr zu werden!!!

Wir sind gerade wieder im Hotel und dieser aufregende Tag ist leider schon vorbei. Silvester in Sydney mit direktem Blick auf die Harbour Bridge und die Oper im Sitzen auf einer Picknickdecke inkl. verschiedener Köstlichkeiten war so großartig, dass mir dazu die Worte fehlen!! Ich bin einfach nur selig und zeig lieber die Bilder. Euch allen ein gesundes und glückliches Jahr 2014!! Alles Liebe

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Picknick mit Ausblick

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Xmas im Exil

Ich liebe Weihnachten! Beste Zeit des ganzen Jahres! Glühwein, Rotkohl, Plätzchen, Familie und Geschenke! Dieses Jahr fällt Weihnachten gefühlt jedoch aus. Daran sind die Australier schuld, obwohl sie sich unsagbare Mühe geben: Weihnachtsparaden, Konzerte, Lichtershows, Feuerwerke, Lichterketten, 24 Stunden Weihnachtsradio etc. Alles dabei, nur leider sind hier 32 Grad!! DAS IST NICHT WEIHNACHTEN!! Der Weihnachtsmann hat einen dicken Mantel an, Schneemänner gibt es erst ab 0 Grad und ich hab noch kein Weihnachtslied gehört, in dem von Strand, Surfen und Sonne gesungen wird! Die Australier haben wirklich unsagbares Glück mit ihrem Land. Ein weißer Sandstrand inkl. azurblaues Wasser reiht sich an den nächsten, weitere Naturhighlights wie tropischer Regenwald, Wüste etc. lassen jeden neidisch werden; Tiere, die es nur hier gibt und eine unschlagbare Lebenseinstellung. Aber auf eins können sie zurecht neidisch sein: Anständige Jahreszeiten und allen voran – Weihnachten!

Auf Chrischis Frage, was wir denn am 24. als kleinste Familie der Welt essen wollen, hab ich ehrlich geantwortet: Rotkohl, Kartoffeln, braune Soße! Nach einem kurzen Disput haben wir uns auf Tapas (Scampis, Datteln in Speck, Dips etc.) und viel Alkohol geeinigt. Die Aussies verbringen den 25. wohl mit ihrer Familie am Strand und essen zu Weihnachten in erster Linie Fisch… Gut, d.h. wir werden uns das Treiben dann auch morgen am Strand ansehen und es ganz entspannt angehen. Geschenke gibt es keine, da wir uns eine fette Hütte mit Blick aufs Meer gegönnt haben. Als uns jedoch die Besitzerin sagte, dass es hier kein WLan gibt (was das angeht, sind Australier echte Hinterwäldler…) setzte kurz Schnappatmung ein. Ich muss doch mit meinen Liebsten an Weihnachten skypen können. Da ihr das hier lesen könnt, haben wir uns WLan besorgt und können hoffentlich telefonieren. Also, frohe Weihnachten allerseits vom anderen Ende der Welt! Wir denken an Euch, stoßen schon mal an und freuen uns über Nachrichten! Alles Liebe, Chrischi und Nadi

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Frohe Weihnachten!!!

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Unsere Terrasse = Schlafzimmer

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Unsere Weihnachtsküche

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Unser Bier

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Weihnachtsparade

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Sagenhaft langweilige 90 Minuten…

Heute Abend wollte mich mein Mann mal groß ausführen! Zum Rugby sollte es gehen! Dafür hatte er sich im teuren Australien sogar dazu durchgerungen, 94$ Dollar auszugeben (ohne Getränke)! Viel Geld für den Big Spender! Sport ist zwar nicht so meins, aber wenn sich Menschen dabei richtig angehen und potenziell schwer verletzen können, bin auch ich passiv interessiert! Also, abends los zum Stadium mit den Worten „Zieh dir im Stadium mal lieber Turnschuhe an, bei den ganzen Leuten ist das besser als Flip Flops“. Gesagt getan.

Im Stadium angekommen wundert sich Chrischi, wo die ganzen Menschenmassen sind die mir auf die Füße treten sollen und warum die Fußballtore nicht abgebaut wurden. „Machen sie bestimmt gleich..“ Auf dem Weg zu unseren Plätzen fällt mir auf, dass auf den Trikots FC steht.. Das ist doch.. Auf unseren Plätzen in der 2. (!) Reihe angekommen, sehen wir die Spieler genauer – inkl. Stutzen und Fußballschuhen!! Holy Shit! Ernüchterung setzt ein – Chrischi hat die falschen Karten gekauft und wir sind zu irgendeinem „Hyundai A-League“ Fußballspiel gegangen! Sogar ich weiß, dass das eine Phantasieliga sein muss. Ohne Publikum, aber mit Feuerwerk!

Chrischi versucht mich mit Geschichten von einem deutschen Spieler hier zu unterhalten. Ich entscheide mich irgendwann dafür, diese Zeilen hier schon mal zu texten! In Halbzeit 2 ziehe ich mich in meine Gedankenwelt zurück: Weihnachten/Pommes?/Surfen und Haie/doch lieber Chips?/bekommt man in der 2. Reihe eher den Ball ins Gesicht?/definitiv Chips! Während des Spiels Brisbane vs. Newcastle höre ich von meiner Lieblingsseite Kommentare wie: „Wie kann der den nicht rein machen?“, „Was für ein Gebolze“ und „Wollen die den rein tragen?“. War wohl nicht so gut das Spiel… Rugby geben wir dann in Neuseeland noch mal eine Chance! Dann will ich aber Blut sehen- das hab ich mir jetzt verdient!

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Gewagt, gewagt

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Bye Bye Asien

Unsere letzten Tage in Kambodscha haben wir mit einem Besuch in Siem Reap abgeschlossen, um die berühmte Tempelanlage Angkor zu besichtigen – mit dem Fahrrad. Ich hatte gelesen, dass man das jetzt so macht und dies ein wunderbarer Weg ist, die Tempelanlage zu besichtigen. Die fragenden Blicke unseres Tuk Tuk Fahrers, der uns vom Bootableger ins Hotel brachte, hätte mich stutzig machen sollen. Bootableger? Jupp, wir sind mit einem „Schnellboot“ von Pnomh Penh nach Siem Reap gefahren. Aus den versprochenen 5 Stunden wurden allerdings 8! Das man sich auf Zeitangaben hier nicht verlassen kann, sollten wir gleich zwei Tage später wieder schmerzlich erfahren. Zum Glück hab ich einen der zwei Schattenplätze auf dem Boot ergattert, indem ich einen Engländer mit den Worten „Excuse me, can I sit there, I am not such a sun person“ verscheucht hab. Der Platz war super, von hier aus konnte ich allen Leuten beim Verbrennen zusehen inklusive neidischer Blicke nach besagten 5 Stunden..

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Nächsten Tag also ab aufs kambodschanische Fahrrad! 6 Stunden und 40 km bei 31 Grad später unter Schmerzen wieder abgestiegen inklusive Sonnenallergie auf den Beinen (durch die Hose) mit der Erkenntnis: Vorher recherchieren, wie weitläufig Tempelanlagen sein können und ob man gefühlt der einzige Idiot ist, der sich nicht mit dem Tuk Tuk fahren lässt. Abends haben wir noch Siem Reap unsicher gemacht, der bisher touristischste Ort in ganz Kambodscha! Alle sind sie da: Jung, alt, mit Kindern, ohne Kinder, mit Manieren und ohne…

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Nächsten Tag sind wir dann wieder mal in den Bus gestiegen nach Bangkok, mit der Zeitangabe 6 Stunden! Es wurden 12! Die Fahrzeit war nicht das Problem, es waren die thailändischen Grenzbeamten, unsere voll beknackte Bustruppe (dusselig und langsam) und ein unfassbar unorganisierter Prozess beim Grenzübergang durch das Busunternehmen. Auch diesen Tag konnte ich wieder mit neuen Erkenntnissen abschließen: 1. Immer, wirklich immer zumindest ein Snickers für lange Wartezeiten dabei haben, alleine schon für den Beziehungsfrieden. 2. Im Warten bin ich nicht so gut – vor allem nicht auf fremde Menschen!

Wenigstens durfte ich an dem Abend noch eine Deutsche kennenlernen, die offensichtlich noch gar keinen Blick in einen asiatischen Reiseführer riskiert hat. Sonst hätte sie den Taxifahrer, der ihr gerade versucht hat zu erklären, dass die ganze Innenstadt wegen der Demonstrationen gesperrt ist, nicht gefragt, warum er denn jetzt so laut schreit (hat er nicht) und sich so aggressiv verhält, das fände sie jetzt nicht in Ordnung. Oh oh, niemals, wirklich niemals einen Thai verbal angreifen oder in Diskussionen verwickeln. Das empfinden die als Gesichtsverlust und werden schnell handgreiflich! Knaller!! Hab das Ende leider nicht mehr mitbekommen, weil wir nett und freundlich einen Preis ausgehandelt haben mit unserem Taxifahrer, der uns seelenruhig die Lage zu den Demonstrationen erklärte. Aufgrund dieser konnten wir uns Montag leider nicht die wichtigsten Attraktionen Bangkoks ansehen. Ich hab mich meinem Schicksal ergeben, hab meinen Herzbube am Pool gelassen und bin Shoppen gegangen. ICH hab ja noch alle meine Kreditkarten… Mittwoch starten wir dann noch mal einen Versuch, werden Asien dann am Donnerstag hinter uns lassen und machen uns auf nach Australien!

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Karma-Rennen: Es steht übrigens im Karma-Unglück-Rennen 4:0 für Chrischi, da er sein neues Cap aus Chicago so gut im Bus versteckt hat (leider nicht in seiner Unterhose), dass sich jetzt ein Kambodschaner drüber freut.

Das habe ich sonst noch gelernt:

– Es scheint auf der ganzen Welt gleich zu sein: Frauen haben in Ihren Taschen von Nackenkissen, Sonnenschutz, Wasser etc. alles dabei und Männer sind im Verlauf des Tages Nutznießer davon und haben am Ende das Nackenkissen und das ganze Wasser aufgetrunken.
– Elefanten können nur 10 % ihres Eigengewichts (3000kg) tragen und haben einen ganz sensilen Rücken, daher sollte man nicht zu zweit auf sie steigen in diese Sitzkörbe.
– Unser Mückennetz habe ich in ganz Asien nicht einmal gebraucht.
– Man wollte uns einen 2 Dollar-Schein als Rückggeld andrehen, haben diesen aber zurück gegeben, da wir nicht glaubten, dass es so einen Schein gibt. Kurze Recherche: Gibt es doch, ist allerdings ganz selten in Umlauf, daher doch wahrscheinlich gute Entscheidung, dass Ding abgelehnt zu haben. Das Papier hat sich auch komisch angefühlt…

P.S.: Wir freuen uns übrigens auch über E-Mails von zu Hause mit den neuesten Geschichten.

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